So, liebe Leute, ich warne schonmal vor:
Da ich länger nicht zum Posten gekommen bin, wird dies hier etwas länger als gewöhnlich. Hoffe ich gerate nicht allzu sehr ins Schwallen, aber lest einfach selbst ;o)
Montag 18.2.: Büro => monatliche Werbepost sortieren, verpacken, adressieren und den Truckfahrern für die entsprechenden Tage zuteilen
Dienstag 19.2.: Truck mit Laurie (Auf unserer Tour entdeckte er ein kleines, schwarzes Straßenkätzchen, mit dem er direkt Freundschaft schloss und das er dann für seine Freundin mit nach Hause nehmen wollte, aber es stellte sich raus, dass es schon einen Besitzer hatte); abends sind wir dann mal wieder ins Theater, diesmal eine Art all-you-can-pay Nacht, jeder zahlte also nur soviel Eintritt, wie er konnte oder wollte... leider war es so schlecht, dass wir in der Pause geflohen sind :o) Es ging um eine Frau, die den ganzen Tag mit Selbstgesprächen verbrachte, Tag für Tag immer wieder das gleiche tat und selbst ihrem eigenen Mann ordentlich auf den Keks ging. Nicht empfehlenswert, auch wenn gut rüberkam, dass ihr wohl seeeeeeehr langweilig gewesen sein muss.
Mittwoch 20.2.: Truck mit Bill durch Bedford, Sackville, Dartmouth und Halifax
Donnerstag 21.2.: tagsüber war ich bei den Kiddies vom Progress Centre und als ich nach Hause kam, sind wir dann direkt weiter zur Native Sweat Lodge. Sehr interessante Sache, bei Interesse erzähl ich euch gern mehr dazu, aber das würd jetzt hier den Rahmen sprengen, wenn ich die anderen Tage noch schreiben will :o) (leider war ich danach seeeeeeeehr müde, da wir erst spät nachts wiederkamen und ich ja früh rausmusste den nächsten Morgen)
Freitag 22.2.: Diesen Tag war ich beim sogenannten Humble Lunch dabei, einem von Feed Nova Scotias vielen special events. Nachdem ich zuerst im Büro vergessen wurde, fiel mir doch irgendwann auf, dass es plötzlich ungewöhnlich ruhig um mich herum wurde, und somit habe ich mich dann einfach an die chefs gehängt und bin mit denen zum Delta Hotel gefahren, wo ich dann auch - wie eigentlich geplant - bei der Platzkartenverteilung half. Bei solch großen Events geht halt doch mal so einiges schief ;o) da werden kleine volunteers schonmal unterschlagen. Dafür durfte ich dann mitessen, wie jedes Jahr gab es beans and wieners (also Bohnen mit Wurststücken - als Symbolik für ein "Arme-Leute-Essen"). Jeder Gast zahlt hierfür um die $25, wovon dann $21 als Spende an Feed Nova Scotia gehen. Anmerken muss ich dabei, dass ich erst etwas verwundert war, denn das ganze schmeckte süß! Jepp, genau, komische Sache das! In die Bohnen kommt nämlich sogenanntes molasses, so ne Art dunkelbrauner Zuckersirup. Bei uns heißt das denk ich Melasse, kannte ich bisher nicht - vorallem nicht mit Bohnen und Würstchen!!! :o) Schmeckte aber gar nicht so schlecht, wie es sich anhört ;o)
Abends stand zum Glück nur ein Filmchen an (shrek III) und ich konnte faul auf dem Sofa liegen (auch wenn die böse Nachricht von LÄUSEN!!! bei Feed Nova Scotia in der Luft lag. Ich habe aber zum Glück (wie die meisten anderen Mitarbeiter auch) nichts abbekommen - puh!)
Samstag 23.2.: durch den schnee zum Einkaufen gestapft (ja, gab ordentlich neuschnee die Nacht!) und dann ne runde schwimmen mit den girl guides, abends wurde dann nur relaxt, war auch nötig...
Sonntag 24.2.: laaaaaanger Schneespaziergang am See mit ner Freundin von Joan und deren Hund
Montag 25.2.: Normaler Bürotag bei Feed Nova Scotia, Bestellungen etc. nichts spezielles eigentlich, aber Zahnweh machte sich breit
Dienstag 26.2.: Nachdem mein Zahnweh nicht besser wurde, kam ich um einen Zahnarzttermin nicht mehr herum und fürsorgend, wie Rebecca (FNS volunteer coordinator) so ist, teilte sie mich direkt zu Bill auf den Truck ein, damit der mich auf seiner Dartmouthtour beim Zahnarzt rauslassen konnte. Fand ich total klasse von ihr :o) Klappte dann auch alles planmäßig und der Zahnarzt eröffnete mir, dass ich einen seit meiner Kindheit sterbenden Schneidezahn habe, der sich vermtlich entzündet hat und daher entwurzelt werden muss. Schuld ist wohl das Spielgerät (aus Dankern), das mir damals ne Zahnecke rausgehauen hatte und dabei vermutlich die Wurzel beschädigt hat. Na toll :o) Also: Termin für den 3ten März gemacht zur Wurzelbehandlung. *freude* Penicillin hab ich auch bekommen, gegen die Entzündung.
Mittwoch 27.2.: Halifax Food Recovery mit Laurie (langsam kommt Routine rein :o) )
Donnerstag 28.2.: Progress Centre for Early Intervention - habe laufend Monster gespielt für einen kleinen Jungen (was zieh ich auch mein Cookie Monster Shirt an ;o) Niedlich, wie sehr er sich gefreut hat, sobald ich unter dem blauen "hochflorigen" *g* Wuschelteppig hervorkam.
Freitag 29.2.: Halifax Food Recovery mit Laurie - heute sind wir geflogen, hätten fast seinen Rekord gebrochen, waren schon über eine Stunde früher fertig
Abends sind wir zu Caitlin's Schultheaterstück gefahren - war richtig gut! Und Caitlin war auch sehr gut in ihrer Rolle, hatte sogar eine der Hauptrollen.
Samstag 1.3.: wöchentlicher Einkauf und dann ran an die Semesterplanung, langsam muss ich ja mal gucken, was ich so belegen und wofür ich mich dann bald anmelden muss.
Sonntag 2.3.: ich glaube ich hab den Tag nur rumgegammelt! Habe Videos angeschaut und bin alle paar Minuten fast weggenickt, denke das Penicillin macht sich doch bemerkbar, war jedenfalls nicht viel mit mir anzufangen. Einziger Lichtblick des Tages: Joan's Bruder Earl kam zum lunch und ratet mal, was wir dann gemacht haben? Richtig, ein Video reingeschoben :o) Alles in Allem also ein seeeehr gammeliger Tag.
Montag 3.3.: Juhuu, heute ist es endlich soweit, die Wurzelbehandlung naht. Bei Feed Nova Scotia war heute mal wieder ein Bürotag angesagt, obwohl ich den Vormittag eher im Keller verbrachte. Dort war ich nämlich zum special events T-shirts Zählen, Sortieren und Katalogisieren verdonnert. Nachmittags ging es dann wieder an Bestellungen und derartige Computerarbeit, bis ich dann früher als gewöhnlich zu meinem Zahnarzttermin aufbrach.
Ein Zahnarzttermin in Kanada scheint übrigens ein echtes Erlebnis zu sein! Nicht wie in Deutschland, zumindest nicht so wie ich es gewohnt bin. Nachdem ich direkt zu Beginn mit einer Fernbedienung für den Deckenfernseher und Kopfhörern versehen wurde, stülpte man mit eine Art Gummimatte über die Zähne, die den restl. Mund verdecken und verhindern soll, dass während der Behandlung kleine Partikel in den Rachen gelangen und verschluckt werden können. Auch eine Schutzbrille darf natürlich nicht fehlen. Derartig ausgerüstet wurde dann zuerst mein Zahnfleisch vereist (um die Spritze angenehmer zu gestalten), dann wurde die eigentliche Betäubung gespritzt und während ich mir Seinfeld und Simpsons ansah, befasste sich der Zahnarzt seelenruhig mit der Entfernung der Wurzel meines Zahnes. Das ist doch mal was ;o) Zahnarzt mit Entertainment :o) Seltsame Sache das!
Danach ging es samt Betäubung und weiteren Schmerztabletten nach Hause.
Scheint aber alles geklappt zu haben, habe bisher keine sonderlichen Klagen :o) Hoffe das bleibt so.
Dienstag 4.3.: Heute habe ich anfangs geholfen Spendengelder zu zählen und ordnungsgemäß abzuzeichnen. Den gesamten restlichen Tag verbrachte ich dann mit Telefonanrufen bei Kundenkontakten von Feed Nova Scotia, um herauszufinden, ob sich emailadressen geändert haben oder diese zu erfragen. Toller Job! Ich möchte nie im Telemarketing tätig sein! NIE! Hab von dem einen Tag schon genug von Anrufbeantwortern, genervten Leuten, die keine Lust auf deinen Anruf haben, und Maschinen, die dich irgendwohin weiterleiten wollen: drücken Sie die eins für... die zwei für... oder die drei für... blaaaaaaaaaaa
naja, wenigstens waren auch nette Leute dabei :o) So isses ja nicht ;o)
So, und jetzt, falls überhaupt noch jemand so weit gelesen hat *g*, hör ich auch mal auf euch zu quälen! Aber ihr habt es ja nicht anders gewollt! Ihr wolltet ja wissen, was hier so los war. Und da ich so lang nicht dazu kam und/oder Motivationsprobleme sich breit machten, wurd dieser Post doch deutlich länger als sonst! :o)
Hoffe ihr seid nicht komplett eingeschlafen und ich verspreche die nächsten Posts werden wieder kürzer ;o) Muss einfach zusehen, dass ich öfter reinschreibe...
Ganz liebe Grüße aus Kanada.
Für heute reicht es ;o)
Michelle
Samstag, 23. Februar 2008
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