Ich packe meine Sachen und bin raus, mein Kind,
Michelle S. ist auf der Reise und hat Gegenwind ;o)
Diese Mail steht unter dem Motto: Klein Michelle auf großer Reise… oder auch:
Was kann bei einem Trip nach Kanada wohl so alles schief laufen? ;o)
Kann sicherlich übertroffen werden, aber unterbieten is hoffentlich einfacher…
Nachdem ich endlich von Frankfurt weg und in Newark angekommen war (der Flug dorthin dauert immerhin rund 9 Stunden), suchte ich mich durch die ganzen Security Leute und holte brav meine Koffer ab, damit sie danach an anderer Stelle wieder eingecheckt werden und ich weiter zum nächsten Durchsuchungskommando konnte. Hat auch alles ganz gut geklappt eigentlich, bis ich dann am angegebenen Gate saß und nichts ausgeschrieben wurde. Das machte mich stutzig und ich suchte nach der Tafel mit den Gateänderungen, die ich auch schnell fand und mich dementsprechend zum neuen Gate begab. Das Ganze wiederholte sich und ich lief durch die Gegend, die Verspätung wurde größer und größer. Als ich dann endlich das Flugzeug betreten durfte und mich hinsetzen wollte, gab jedoch die Stewardess plötzlich bekannt, dass der Flug abgesagt wurde. Schuld war das schlechte Wetter in Halifax, meinem Zielflughafen. (Joan berichtete schon den Abend zuvor von einem Eissturm.) Daher machte ich mich also auf Suche nach den Zuständigen, die mir jetzt bitte sagen sollten, was zu tun war. Im Gegensatz zu einigen Unglücklichen gehörte ich zu denjenigen, die ein Hotelzimmer und Essensgutscheine von der Fluggesellschaft bekamen, denn der nächste Flug ging erst am nächsten Morgen. Nun hieß es also den Busshuttle zum Hotel zu finden und dann irgendwie Joan zu erreichen, um ihr mitzuteilen, dass ich leider doch nicht mehr komme. (Handy: kein Plan was ich vorwählen muss per Handy, die normale Nummer funzt nicht; also: Telefonkarte kaufen… glücklicherweise hab ich die Kreditkarte gehabt!!!) Joan war allerdings in der Zwischenzeit leider schon am Flughafen und ich hinterließ (weil überrumpelt und wütend) eine vollkommen wirre Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Zwar rief ich noch mal an, das zweite Mal etwas geordneter, aber der alte Anrufbeantworter von Joan gab leider nur rauschende Aufnahmen wieder und da ich auch keinerlei Vorvorwahlen von Kanada in deutsche Handynetze auswendig wusste, musste Joan erst Detektiv spielen, um mich erreichen zu können. Alles gut und schön, während ich grummelnd in meinem Bettchen Spongebob ansah, erreichte mich Joan endlich und wir konnten klären wann und wie ich am nächsten Tag ankomme. Mein Vater hat sich in der Zwischenzeit schon Sorgen gemacht, aber glücklicherweise klappt deutsches Handy zu deutschem Handy auch im Ausland ja ohne Probleme.
Schön und gut, heute Morgen klappte dann alles ganz gut und inzwischen war ich heile in Halifax angekommen (wenn auch der Flug ordentlich holprig war und Orangensaft auf meinem T-shirt nich so praktisch war – komisches Bauchgefühl inklusive). Ach nee, stimmt ja, ich vergaß: einer meiner Koffer fehlte… :oD Der war nämlich anscheinend im Folge-Flugzeug untergebracht, was ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wusste. Zollbeamte und Grenzkontrollen reichen also nicht, ich muss auch noch meinen Koffer als vermisst aufgeben. Joan musste heute leider arbeiten, konnte mich also erst später abholen und ich saß ein paar Stündchen am Flughafen Halifax rum. Bis der nächste Flieger aus Newark eintraf und ich zufällig eine Frau mit meinem Koffer erspähte und direkt nachhakte, ob das die verspäteten Gepäckstücke seien (Glück im Unglück). Zu meinem Glück musste die Dame nur sicherstellen, dass alles seine Richtigkeit hatte und so hatte ich mein Gepäck doch noch zusammen. Prompt rief auch schon Joan an und ich musste nur noch ins Auto steigen und mich nach Dartmouth kutschieren lassen. Nun sitze ich also hier und schreibe euch, damit ihr alle bescheid wisst. Bin gut angekommen, aber musste mich ja doch mal auslassen über so viel schlechtes Karma. Naja, kann nur noch besser werden, wie Papa so schön treffend formulierte! ;o) Und jetzt werde ich zusehen, dass ich etwas Schlaf nachhole. Mal schauen, wie erfolgreich ich bin… Macht es gut und bis zur nächsten Rundmail ;o)
Ich schick mal nur an die, von denen ich glaube zu wissen, dass es sie interessiert…
Falls ich wen vergessen haben sollte: feel free to forward the message.
Nahaaaaaaaacht!!!Michelle
Sonntag, 3. Februar 2008
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